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Realitätsnahes Training unter Atemschutz

Am Wochenende vom 12. bis 14. Juni 2026 hatten mehrere Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr die Gelegenheit, an einem ganz besonderen Ausbildungsangebot teilzunehmen. Auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Pasewalk stand ein mobiler, gasbefeuerter Brandtrainingscontainer zur Verfügung. Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem südlichen Teil von Vorpommern-Greifswald beziehungsweise dem ehemaligen Landkreis Uecker-Randow nutzten diese Möglichkeit, um unter möglichst realistischen Bedingungen das Vorgehen im Innenangriff zu trainieren. Nach einer vorherigen Abfrage bei den Feuerwehren wurden feste Zeitfenster vergeben, sodass niemand lange auf seinen Durchgang warten musste. Von morgens um 8 Uhr bis in die Abendstunden war die Anlage an allen drei Tagen durchgehend in Betrieb. 

Brandcontainer

Natürlich waren auch wir mit dabei.

 

Am Freitag machten sich Mark und Justin und am Samstag Madeleine, Jonas, Lennart Max, Franz Hermann, Ronny, Eric, Thoralf und Birger auf den Weg nach Pasewalk. Am Sonntag folgten dann Marcel und Marco. Für alle war schnell klar: So eine Ausbildung erlebt man nicht alle Tage. Besonders gefreut hat uns, dass auch einige Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr gemeinsam mit Eule die Möglichkeit bekamen, einmal hineinzuschnuppern. Natürlich noch nicht selbst unter Atemschutz, aber nah genug dran, um einen Eindruck davon zu bekommen, was unsere Atemschutzgeräteträger im Einsatz leisten müssen. Die Begeisterung war groß. Gleichzeitig konnte man sehen, wie beeindruckt unsere Jugendlichen von den realistischen Bedingungen, der Technik und dem hohen Ausbildungsstand der Teilnehmer waren. Solche Einblicke sind unglaublich wertvoll und zeigen, warum Ausbildung in der Feuerwehr so wichtig ist.

 2026-06-15 Knut im Brandcontainer 

Für die „großen“ Kameradinnen und Kameraden war der Ablauf klar strukturiert. Nach der Anmeldung wurden Trupps gebildet und jedem Trupp ein Trainer zugeteilt. Anschließend wurde die Einsatzbereitschaft hergestellt. Die persönliche Schutzausrüstung wurde angelegt, die Atemschutzgeräte vorbereitet und wichtige Hinweise zum Ablauf am und im Brandcontainer besprochen. Gleichzeitig kontrollierten die Trainer, ob die Ausrüstung korrekt angelegt und vollständig einsatzbereit war. Am Brandcontainer selbst erhielt jeder Trupp seinen Einsatzauftrag. Gemeinsam mit dem Trainer ging es anschließend in die Anlage. Dort stand das Vorgehen eines Trupps unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Mittelpunkt.

 

Wer noch nie an einem solchen Training teilgenommen hat, kann sich nur schwer vorstellen, wie realistisch diese Ausbildung ist. Hitze, Rauch, eingeschränkte Sicht, körperliche Belastung und die Notwendigkeit, sich jederzeit auf seinen Trupppartner verlassen zu können, machen schnell deutlich, warum solche Ausbildungen so wichtig sind. Genau dafür wurde diese Anlage geschaffen. Hier können Erfahrungen gesammelt werden, die auf einem normalen Ausbildungsdienst kaum nachgestellt werden können. Nach dem Durchgang ging es zur Station Einsatzstellenhygiene. Dort wurde das richtige Verhalten nach einem Atemschutzeinsatz besprochen. Die benutzte Schutzausrüstung und die Atemschutzgeräte wurden abgelegt und gleichzeitig erklärt, warum die saubere Trennung von kontaminierter und sauberer Ausrüstung heute eine immer größere Rolle spielt. Mit bereitgestellten Getränken konnten die Teilnehmer anschließend die verlorene Flüssigkeit wieder auffüllen. Den Abschluss bildete eine ausführliche Nachbesprechung. Zunächst konnten die Teilnehmer ihren Einsatz selbst einschätzen, bevor der jeweilige Trainer seine Beobachtungen schilderte. Da die Trainer die gesamte Lage begleiteten und das Geschehen größtenteils über Wärmebildtechnik beobachten konnten, gab es viele wertvolle Hinweise, Tipps und Denkanstöße für die Zukunft.

 

Ein kompletter Durchgang dauerte in der Regel zwischen 30 und 40 Minuten. Anschließend nutzten viele Feuerwehren die Gelegenheit für ein gemeinsames Gruppenfoto in der Anlage, bevor es mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen wieder nach Hause ging. Für uns war dieses Wochenende noch aus einem weiteren Grund etwas Besonderes. Mit Stefan stellte unsere Feuerwehr selbst einen Trainer, der am Samstag und Sonntag zahlreiche Teilnehmer durch die Ausbildung begleitete. Sein Wissen und seine Erfahrungen an andere Kameradinnen und Kameraden weiterzugeben, ist ein wichtiger Teil solcher Veranstaltungen und zeigt, wie viel Fachwissen auch in unseren eigenen Reihen vorhanden ist. Gleichzeitig konnte auch er viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse aus den verschiedenen Durchgängen mitnehmen. Von diesem zusätzlichen Wissen profitieren am Ende natürlich auch unsere eigenen Kameradinnen und Kameraden in den Ausbildungsdiensten und Übungen vor Ort.

 Comic Brandcontainer 

Für unsere Kameradinnen und Kameraden war dieses Wochenende eine tolle und lehrreiche Erfahrung. Viele Eindrücke lassen sich nur schwer in Worte fassen. Wer einmal selbst die Hitze, die eingeschränkte Sicht und die körperliche Belastung erlebt hat, nimmt daraus eine Menge für zukünftige Einsätze und Ausbildungsdienste mit. Solche Ausbildungen vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern stärken auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in den Trupppartner an der eigenen Seite.

Deshalb sind wir dankbar, dass wir an dieser Ausbildung teilnehmen durften. Solche Angebote sind etwas Besonderes und tragen dazu bei, dass unsere Kameradinnen und Kameraden sicherer, erfahrener und besser vorbereitet in Einsätze gehen können.

 

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Organisatoren, Ausbilder und Helfer, die dieses Ausbildungswochenende möglich gemacht haben. Die Organisation war hervorragend, die Abläufe professionell und die gesamte Veranstaltung bis ins Detail durchdacht. Bedanken möchten wir uns aber auch bei unseren eigenen Kameradinnen und Kameraden, die diese Ausbildung mit großem Interesse und viel Engagement angenommen haben. Es ist nicht selbstverständlich, ein komplettes Wochenende für Aus- und Weiterbildung zu investieren. Umso mehr freut es uns, dass alle die Möglichkeit genutzt haben, neue Erfahrungen zu sammeln und ihr Wissen zu erweitern. Gerade solche realitätsnahen Ausbildungen helfen dabei, im Ernstfall sicherer und routinierter handeln zu können.

 

Vielen Dank für die Möglichkeit, unseren Kameradinnen und Kameraden eine so hochwertige, praxisnahe und realistische Ausbildung zu ermöglichen. Wir würden uns freuen, wenn wir auch in Zukunft wieder an solchen Ausbildungsangeboten teilnehmen dürfen.

 

Eure Freiwillige Feuerwehr Jatznick

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Fotoserien

Brandcontainer (13.​06.​2026)





Weitere Informationen

Veröffentlichung

Sa, 13. Juni 2026

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