Kapitel 3: Das Geheimnis der Seifenkiste
Nachdem sie die Ziege sicher zurückgebracht und den Wasservorratsbehälter gefüllt hatten, machten sich Nick und Jatz auf den Rückweg zum Gerätehaus der Feuerwehr. Während sie durch das Wohngebiet "Alter Sportplatz" fuhren und die schönen Wohnhäuser an sich vorbeiziehen sahen, wurden sie Zeugen eines unerklärlichen Vorfalls.
Vor ihnen, auf der asphaltierten Straße, erschien eine Seifenkiste, wie sie sie noch nie zuvor gesehen hatten. Diese schien nicht allein durch menschliche Hände gefertigt worden zu sein, sondern von einer Technologie angetrieben zu werden, die ihre Vorstellungskraft überstieg. Ein knallrotes, stromlinienförmiges Rollobjekt schoss den alten, nun asphaltierten Rodelberg hinunter.
Mit der Neugier von Abenteurern und dem Scharfsinn von Entdeckern näherten sich Nick und Jatz der merkwürdigen Maschine. Ihre Gedanken wirbelten, während sie versuchten, das Geheimnis dieser ungewöhnlichen Erscheinung zu entschlüsseln.
Schließlich erkannten sie, dass es Till war, der sich diesen Ort zum Üben ausgesucht hatte. Doch leider schien er nicht rechtzeitig gebremst zu haben und musste mit einem riskanten Ausweichmanöver auf dem Grasstreifen zum Stehen kommen. Der Jugendfeuerwehrkamerad war ganz blass geworden.
Unerschrocken und mit ihrer Erfahrung im Umgang mit außergewöhnlichen Situationen gelang es Nick und Jatz schließlich, Till zu beruhigen. Sie nahmen sich die Zeit, noch ein paar Mal mit der Seifenkiste zu üben und das Handling der Bremse zu verbessern. Schließlich würden sie die Jugendfeuerwehr mit all den anderen Kameraden beim Seifenkistenrennen am 1. Mai in Pasewalk tatkräftig unterstützen – und darauf freuten sie sich bereits.
Nachdem sie sich von Till verabschiedet hatten, setzten sie ihre Rückreise zum Gerätehaus fort, bereit für weitere Abenteuer, die das Leben in Jatznick für sie bereithalten mochte.
Maik L. Jatzbach
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